15.03.2024 | Internationaler Tag gegen Polizeigewalt – Podiumsgespräch mit der Roten Hilfe, Copwatch und dem Solidaritätskreis Justice4Mouhamed

Deutschland hat ein Polizeiproblem. Im Umfeld von linken Demonstrationen legt die Polizei immer häufiger ihre eigene Rechtsauffassung an den Tag. So werden  Transparente verboten oder direkt ganze Demonstrationszüge eingekesselt bzw. angegriffen. Das Rondenbarg-Verfahren soll hier einen Präzedenzfall schaffen, um das Versammlungsrechtsrecht endgültig auszuhöhlen.
Besorgniserregend ist außerdem die Entwicklung rassistischer Polizeigewalt. Die Ermordung von Mouhamed Lamine Dramé in Dortmund und der Mordversuch an Bilel in Herford waren noch nie Einzelfälle. Im Kontakt mit der Polizei müssen marginalisierte Gruppen oft mindestens um ihr Wohlbefinden fürchten. Nicht erst durch die Errichtung eines ‚gefährlichen Ortes‘ rund um die Hafenstraße auf St. Pauli ist „Racial Profiling“ eine gängige Praxis der Polizei. 
Ein Beispiel ist der Mord an Mouhamed Lamine Dramé. Am 08.08.2022 wurde der 16-jährige Mouhamed Lamine Dramé in Dortmund von der Polizei durch fünf Kugeln aus einer Maschinenpistole ermordet. Mouhamed floh 2019 aus Senegal und erreichte am 01. August 2022 nach einer langen Flucht Dortmund. Kurz vor Mouhameds Tod hatte ein Betreuer der Wohngruppe, in der der Teenager lebte, die Polizei gerufen, da Mouhamed akut suizidal gewesen sei und sich selbst ein Messer vor den Bauch hielt. Daraufhin rückten 12 Polizist:innen an, die Mouhamed schließlich mit Pfefferspray und Taser angriffen und dann die tödlichen Schüsse auf ihn abgaben.
Seit dem 19.12.2023 läuft vorm Dortmunder Landgericht der Prozess gegen fünf Polizist:innen, die bei dem tödlichen Einsatz involviert waren. Sie sind der Delikte gefährliche Körperverletzung im Amt, Anstiftung zu dieser sowie Totschlag angeklagt. Der Solidaritätskreis Justice4Mouhamed begleitet den Prozess kritisch und unterstützt die Familie Dramé, die durch eine Nebenklage im Prozess vertreten werden.
Die restriktive Abschiebepolitik der Bundesregierung wird von der Polizei bereitwillig in die Tat umgesetzt. Durch die Abschottungspolitik an den EU-Außengrenzen und die militärische Aufrüstung der Polizei geht diese immer brutaler und tödlicher gegen Geflüchtete vor.
In allen Bereichen schränkt Polizeigewalt grundsätzlich Grund- und Menschenrechte ein. Wo liegen darüber hinaus Gemeinsamkeiten oder Unterschiede? Wie lassen sich aktuelle Entwicklungen (u.a. GEAS, Polizeigesetze, Öffentlichkeitsfahndungen) einordnen? All dies wollen wir mit euch und unseren Gästen auf dem Podium besprechen und diskutieren.

Einlass ab 19 Uhr | Beginn um 20 Uhr | Rote Flora

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Der Budapest Komplex

Im Nachgang zu unserer Veranstaltung vom 16.02.24 möchten wir euch noch den Film von leftvision empfehlen, wobei u.a. auch die Kampagne „NS-Verherrlichung stoppen“ zu Wort kommt.

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16.02.2024 | NS Verherrlichung stoppen! Bericht von den Protesten gegen den „Tag der Ehre“

Budapest: Die Kampagne „NS Verherrlichung stoppen“ schaffte es 2023 gemeinsam mit Genoss:innen von vor Ort zum ersten Mal, seit Bestehen des „Tages der Ehre“, das Blood&Honour-Gedenken an den Stadtrand zu verdrängen. Den angereisten Neonazis war es nicht möglich ihr faschistisches Heldengedenken im Városmayor Park oder auf der Budapester Burg durchzuführen.
Gleichzeitig sah sich der antifaschistische Gegegenprotest enormer Repression ausgesetzt, die bis heute anhält (http://www.basc.news).
Welche Auswirkungen haben die Ereignisse des letzten Jahres und lässt sich auch in 2024 an den Erfolg anknüpfen?
Darüber wollen wir am Freitag, den 16.02., um 20 Uhr mit euch in den Austausch kommen.

Einlass ab 19 Uhr | Beginn um 20 Uhr | Rote Flora

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19.01.2024 | Antisemitismus: Was alle verbindet

Mit Olaf Kistenmacher

Geht es gegen den Staat Israel, sind sich sehr viele Menschen einig: Die extreme Rechte hasst den jüdischen Staat ohnehin, viele Linke auch. Selbst diejenigen, die das Existenzrecht Israels anerkennen, schieben oft ein einschränkendes „Aber“ hinterher. Doch Antisemitismus hat nicht erst seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 zugenommen. Während der Corona-Pandemie hefteten sich sogenannte Querdenker gelbe Sterne an die Brust, auf denen „Impfgegner“ oder „ungeimpft“ stand. Andere meinten zu wissen, „geheime Mächte“ würden uns die Pandemie vorgaukeln oder hätten den Virus erzeugt. Neue Rechte behaupteten seit Jahren, es laufe ein „Bevölkerungsaustausch“. Der Attentäter von Halle sprach offen aus, wer für ihn hinter diesem angeblichen Plan stecken würde. In dem Vortrag wird ausgeführt, welche Traditionslinien im 21. Jahrhundert zusammenlaufen und warum Antisemitismus alle möglichen politischen Spektren miteinander verbindet.

Einlass ab 19 Uhr | Beginn um 20 Uhr | Rote Flora

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Kein Tresen im September / 28.09.2023 | Das Verhältnis von Antifa und Feminismus in Ostdeutschland

Da im September der Antifa-Tresen noch mal ausgefallen ist, möchten wir euch folgende Veranstaltung empfehlen:

28.09.2023 | Das Verhältnis von Antifa und Feminismus in Ostdeutschland

Praktische Beispiele aus 30 Jahren Antifa-Organisierung

Die Frage nach dem Verhältnis von Antifaschismus und Feminismus wird seit Jahrzehnten in der Antifa-Bewegung in West- und Ostdeutschland diskutiert. Dabei ist davon auszugehen, dass sich die Ausgangsbedingungen in Ostdeutschland für eine unabhängige antifaschistische Organisierung, aber auch für die Entwicklung einer Frauenbewegung und die Beschäftigung mit Feminismus, von denen in Westdeutschland unterschieden. Die Veranstaltung widmet sich der Frage nach dem Verhältnis antifaschistischer Zusammenhänge in Ostdeutschland zum Feminismus. Vorgestellt werden einzelne Gruppen, ihre Handlungsanlässe und ihre antifaschistische und feministische Arbeit. Darüber hinaus werden die Vorbedingungen ihrer Organisierung untersucht. Die Veranstaltung versteht sich dabei nicht als vollständige Rekonstruktion von Ereignissen und Prozessen, vielmehr werden anhand einzelner Aktivist*innen und Gruppen übergeordnete Entwicklungen und Themen nachgezeichnet.

Rote Flora | 28.09.2023 | 19.30 Uhr

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Sommerpause

Im August legen wir eine Pause ein, daher fällt der Antifa-Tresen leider aus. Allerdings steht im Herbst einiges an, also stay tuned!

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21.07.2023 | Antifa-Summer-BBQ

Im Juli werden wir wieder den Grill anschmeißen und Laden zum BBQ im Garten der Flora ein. Neben kühlen Getränken, frischem Aperol Spritz und veganen Leckereien, wird es diesmal auch eine Tombola geben. Kommt vorbei, lasst uns eine gute Zeit verbringen und uns für die kommenden Kämpfe stärken. Los geht’s ab 19 Uhr.

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16.06.2023 | Solidarität mit den Opfern rechter Gewalt in Henstedt-Ulzburg!

Im Juni haben wir Genoss:innen vom Soli-Bündnis Tatort Henstedt-Ulzburg zu Gast. Am 03.07.2023 beginnt nach über 2 1/2 Jahren in Kiel der Prozess gegen den AFDler, der in Henstedt-Ulzburg (SH) vier Menschen auf dem Gehweg angefahren hat. Die Anklage lautet mittlerweile u.a. versuchte Tötung. Es wird darüber berichtet, wie vor der Anklage mit diesem Anschlag umgegangen wurde, wie die AFD eine klassische Täter:innen/Opfer Umkehr vollzogen hat und wie die Betroffenen den anstehenden Prozess begegnen.

Weitere Infos: https://tatorthenstedtulzburg.noblogs.org

Offen ab 19 Uhr | Beginn um 20 Uhr

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21.04.2023 | Handlungsfähig werden und bleiben! Was tun gegen Repression?

Auf was muss mensch auf Demos achten? Wie verhalten wir uns am besten, wenn Repression droht oder stattfindet? Was tun, wenn die Gewalt der Bullen uns psychisch belastet? Mit Referen:innen der Roten Hilfe, dem EA HH und Out of Action. Zur gemeinsamen Vorbereitung auf den Kampftag der Arbeiter:innenbewegung.

Seid ihr neu in der Bewegung? Dann kommt vorbei und macht euch durch Wissen handlungsfähig. Alles ein alter Hut für euch? Kommt trotzdem. Auffrischung schadet nie!
Nach dem Vortrag ist Zeit für Fragen, Austausch und Vernetzung.

In Kooperation mit:

Offen ab 19 Uhr | Beginn um 20 Uhr

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17.02.2023 | Hanau – Drei Jahre Danach

Mit Dîlan Sina Balhan

Drei Jahre sind seit dem rassistischen Amoklauf in Hanau vergangen. Am 19.02.2020 erschoss der Täter neun Menschen aus rassistischen Motiven, danach seine Mutter und letztlich sich selbst, ohne durch die Polizei gestoppt zu werden. Wie schon bei dem antisemitischen Anschlag in Halle (2019), dem Mord an Walter Lübcke (2019) und den Morden des NSU (2000 bis 2006) wurde auch der Täter von Hanau durch die Polizei schnell als unkalkulierbarer „Einzeltäter“ dargestellt. Seitdem bleiben nicht nur bei den Angehörigen zahlreiche Fragen offen: Wie kann es sein, dass der Täter nicht gestoppt wurde? Wer wusste von dessen Plänen? Und welche Rolle spielt die Polizei im Kontext der Tatnacht? Angehörige und Aktivist*innen weisen auf zahlreiche Ungereimtheiten hin und drängen weiter auf Aufklärung. In der Veranstaltung wollen wir uns damit befassen, was in den drei Jahren seit der Tatnacht passiert ist. Dafür haben wir die Juristin und Aktivistin Dîlan Sina Balhan eingeladen, die uns vom Stand der Aufarbeitung berichten wird.

Einlass ab 19 Uhr | Beginn um 20 Uhr | In der Roten Flora

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